3. Nacht der schönen Künste im Schnoor – Studio RuthEECordes

30.8. und 31.8. – ab 17 Uhr; Sonntag geöffnet

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN FEIERN IHREN 200sten GEBURTSTAG!

„Etwas Besseres als den Tod findest Du überall“ – Ein Zitat aus dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ von den Gebrüder Grimm.
Die Bremer Symbol-Figuren bekommen dieses Jahr besonders viel Aufmerksamkeit. Und wir würden gerne auch andere Überlegungen mit diesem Zitat verknüpfen. Überlegungen, die einem 200.ten Geburtstag gerecht werden, aber auch aktuelle Themen einbeziehen.
In Anlehnung an dieses Zitat sind vielerlei Bezüge denkbar: Altersarmut, Klimawandel, Flüchtlingskrise, aber auch Aspekte wie Ethik und Religiosität. Grenzen gibt es keine!
Wir Künstler zeigen eine Bandbreite an Gedanken zu diesem Zitat. Die Geschichte wird neu geschrieben! „Etwas Besseres als den Tod findest Du überall….“ aus heutiger Sicht.

Ich freue mich über die Teilnahme folgender Gastkünstler in meinem Studio:

Dietmar Brandstädter
…studierte freie Grafik an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen und Architektur an der Werkkunstschule in Wuppertal. Lange Jahre arbeitete er von Berlin aus. Er ist in Bremen und umzu kein Unbekannter. Sein Bezug zur Marterburg ist auch tatsächlich erheblich, denn er hat hier mal gewohnt, bevor es ihn 1979 mit Frau und Kinder auf einen Brinksitz nach Martfeld bei Bruchhausen-Vilsen zog. Für den Künstler ist seine Arbeit immer auch Einstieg in einen Dialog.
Ich freue mich, dass er bei unserer 3. Nacht der schönen Künste dabei ist.
http://www.dietmarbrandstaedter.de/

Peter C. Creuzburg
…hat sich technisch in der künstlerischen Darstellung vielseitig ausprobiert. Von ihm weiterentwickelt wurde die Technik der Lumographie. Lange Zeit widmete er sich ausschließlich der Technik des Radierens. Peter C. Creuzburg ist nicht nur ein Entwickler und Konstrukteur von Beruf, sondern ein besonderer Netzwerker. So nutzt er auch die neuen Medien, um sein regionales Netzwerk permanent zu erweitern und zu pflegen.
„Seine Motive sind zumeist politisch motiviert.“ Creuzburg selbst ordnet seinen Stil dem Expressionismus zu und setzt sich in seinen Arbeiten mit Themen wie dem Klimawandel, feindlichen Firmenübernahmen und Weltkonflikten auseinander.“ (Kreiszeitung; 13.06.2015)
„Etwas Besseres als den Tod finden wir überall “ lässt sich anwenden auf die weltweite Fluchtbewegung. Hier speziell auf den Syrienkrieg 2011 bis 2019. Die Fluchtbewegung geht auf Angst und Verzweiflung zurück unter Aufgabe der Heimat und allen Besitzes. In der Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden.“ (Zitat Peter C. Creuzburg)

http://www.creuzburg-grafik.de/

Scarlett Fink
…lebt und arbeitet in Ochtmannien bei Bruchhausen-Vilsen. Ihre besonderen Stärken liegen in der Trompe-L’oeil-Malerei, der Illusionsmalerei. Realistisch, impressionistisch, surreal kommen für sie „leicht daher“. Und das muss Malerei für sie auch sein: Leichtigkeit! Nicht vom Thema, aber vom Duktus, denn Kunst entsteht aus Leichtigkeit.
Scarlett Fink verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Kolumbien, als ihr Vater dort als Professor für Geologie ernannt wurde. Zurück in Deutschland wurde sie Marketingfachfrau und Grafikerin und arbeitete in der Werbeindustrie. Nach der Geburt ihrer Kinder, eröffnete sie eine Malschule in der sie selbst als Dozentin in Bad Soden Salmünster arbeitete. In dieser Zeit studierte sie nebenberuflich Expressiv Arts Therapy und seit Kurzem ist sie tätig als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach in Bremen. Sie besitzt einen Masterabschluss in NLP, sowie eine Ausbildung in EMDR für Therapie und Coaching.
Porträts sind bei ihr mehr als nur die Dokumentation von Proportionen, sie erzählen Geschichten.

Karin Friedrichs
…führt ein bewegtes Leben mit Studium als Dolmetscherin, Leben in Westafrika, langen Reisen In Ländern Afrikas und Asiens, danach gleichzeitig Gesangs-und Kunststudium. Konzerte folgten sowie internationale Ausstellungen ausgehend von London, u.a. über Mailand, Venedig, Paris, New York bis Moskau und Bukarest.
Die Zusammenarbeit mit den Bremer Tanztheatern Reinhild Hoffmann und Johann Kressnik hatten einen großen Einfluss auf ihre Arbeit, ebenso wie die ostasiatische Kunst. Menschen spielen eine wichtige Rolle in verschiedensten Techniken und oft großen Formaten, mit bewegtem Duktus, ein Seiltanz zwischen Abstraktion und Figürlichkeit.
Thematik: u.a. Musik, Tanz, zwischenmenschliche Beziehungen Techniken: Malerei, Skulptur, Installation, Objekt.

www.karinfriedrichs.de

Anja Stahmann
…wurde am 30.06.1967 in Bremerhaven geboren. Sie machte Abitur an der Oberstufe des Schulzentrum-Bürgermeister-Smidt in Bremerhaven, studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und machte 1992 ihren Abschluss als Diplom-Sozialwirtin. Die heutige Sozialsenatorin ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Bremen-Walle.
Als Ausgleich oder auch Ventil wurde Anja Stahmann in den Jahren zur Buntstiftartistin, wie sie sich selber bezeichnet. So kommentiert sie in ihren kontinuierlich auf Facebook veröffentlichten comicartigen Bildern ihre tägliche Arbeit, ihren Blick auf Erlebtes und auf die Welt.
„Heute wissen alle, dass in Bremen Stadtmusikant mindestens seit den Gebrüdern Grimm ein anerkannter Beruf ist. Männliche Küken entgehen auch heute der Schredderei nur durch Flucht. Die ginge auch heute nach Bremen. „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall“, sagen sich die Hühner beiderlei Geschlechts in den engen und dunklen Legebatterien. Mit Buntstift zeige ich den vierstimmigen Freiheits-Vogelsang unter den Augen des Ritter Rolands vorm Bremer Rathaus. La Strada della musica. Viva Bremen!“

anja.stahmann.de/

Elisabeth Fitting
war mit der Kamera in Europa und Amerika unterwegs. Begegnungen und Eindrücke der verschiedenen Menschen und Kulturen gilt ihre Begeisterung. Es entstehen Fotos von ganz individueller Sprache, die am Computer eine neue bildhafte Aussage finden. Im Vordergrund ihrer Arbeit steht die Frau in unserer Gesellschaft, sowie andere soziale Aspekte, eben die Vielfalt des realen Lebens. Plastiken aus Ton ergänzen ihre Arbeit. Auch im Wort fühlt sie sich zuhause. Sie schreibt überwiegend Lyrik. Als Mitglied der Weyher TintenTanten pflegt sie einen regen literarischen Austausch.

Elisabeth Schuller-Köster
Mein Ausgangsmaterial für meine künstlerische Arbeit ist zum größten Teil rostiges, verwittertes Altmetall, oft nur als Bruchteil vorhanden oder gewaltsam verformt. Mit Winkelschleifer, Hammer und Schweißgerät beginne ich Ideen zu formen, zu biegen und zu zerlegen, Gefundenes in einen neuen Kontext zu stellen und Altem und Neuem eine Geschichte zu geben. Das Ergebnis kann dabei figürlich oder abstrakt ausfallen. Meine Kunst ist dabei immer ein Spiegel meiner Seele.

Ilona Tessmer
lebt und arbeitet als freischaffende Grafikerin und Künstlerin in Bremen. Der Mensch in seiner Existenz steht im Vordergrund ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Themen wie Werden und Vergehen, Lebensabschnitte und Lebensverläufe, Verwurzelung, Entwurzelung, Erinnerung und Suche nach Heimat treiben sie um. Technisch arbeitet sie vorwiegend im Tiefdruck.
In den ausgestellten Arbeiten geht es um menschliche Krisen, die Abbrüche im Leben, und den Versuch wieder ins Licht zu kommen.

RuthEECordes
Ich bin über die Grafik zur Malerei gekommen. Fasziniert von der Wirkung und auch von dem Sog künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten sind mir besonders Gemeinschaftsprojekte ein Anliegen. Mit Vielfalt lässt sich ein Thema verstärken. Und das ist nirgends wichtiger, als bei dem Thema Umwelt. Sei es nun aus sozialökologischer, oder naturphilosophischer, aus ethnologischer oder anthropologischer Sicht. Alles hängt letztlich auch zusammen.
Ich freue mich, Mitveranstalterin dieser „Nacht der schönen Künste im Bremer Schnoor“ zu sein und bin gespannt auf unsere gemeinsame Zeit in der kleinen Marterburg 7a.
Landschaftsmalerei ist für mich keine Dokumentation einer geographischen Situation oder Beschaffenheit. Vielmehr ist es ein Empfinden! Landschaftsbilder zeigen eine innere Heimat, Erdverbundenheit und den Respekt vor der Natur. Das Gefühl dafür ist uns durch Urbanisierung verloren gegangen.